Geschichte von St. Annen

Die heilige Elisabeth von Thüringen ließ im Jahre 1226 ein Armen- und Kranken-
haus an der Quelle der Wartburg für gebrechliche Bürger bauen, welche sie auch selbst pflegte und betreute.

Das Gebäude war für die Gebrechlichen nur unter schweren Bedingungen zu er-reichen, so dass das Hospital aufgegeben wurde und verfiel.

Unter dem Landgrafen Friedrich dem Ernsthaften wurde 1331 ein Kloster mit dazu-
gehöriger Kirche errichtet. Das Kloster und die Kirche standen bis nach der Refor-
mationszeit.

Das "Neue Hospital" wurde von der Landgräfin am Georgentor errichtet und bereits
im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt.

Nach und nach scheint man die ursprüngliche Bestimmung des Hospitals außer Acht gelassen zu haben. Die Bürger wurden nicht auf Grund ihrer Bedürftigkeit auf-genommen, sondern gegen ein „Einkaufsgeld“ von hundert Reichstalern.

Ab 1836 erhielt die Einrichtung eine Neugestaltung und wurde ausschließlich von Frauen genutzt.

Vor der Wende in der DDR war das „St. Annen“ ein Feierabendheim. Die damaligen Bewohner/ innen waren die meiste Zeit sich selbst überlassen. Es wurde selbst ge-kocht und das Pflegepersonal war nur am Vormittag im Hause.

Im Jahre 1991 wurde das Haus von Martin-Michael Birkholz übernommen. Da die Einrichtung zu diesem Zeitpunkt in keiner Weise den Ansprüchen der Heimmindest-bauverordnung entsprach, wurden bei laufendem Heimbetrieb die Räumlichkeiten umgebaut.